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derma2know: Hämorrhoiden behandeln

5 Fakten über Hämorrhoiden

FAQ

Äußere Hämorrhoiden können sich nicht von alleine zurückbilden. Wenn man von äußeren Hämorrhoiden spricht, handelt es sich mindestens um ein Hämorrhoidalleiden II. Grades. Hierbei können Knötchen beim Pressen aus dem After hervorkommen, sich aber von alleine wieder in diesen zurückziehen. Durch Veränderung der Ernährung und Lebensgewohnheiten kann man die Ursachen für ein Hämorrhoidalleiden verringern.

Hämorrhoiden können sich nicht von alleine zurückbilden. Sie können durch Veränderung des Ernährungsverhaltens, körperliche Bewegung und einen gesunden Stuhl daran gehindert werden, sich zu vergrößern.

In frühem Stadium und bei geringen Beschwerden kann eine Veränderung von Lebensgewohnheiten mit gesunder ballaststoffreicher Ernährung, ausreichend Bewegung und einer Optimierung des Stuhlverhaltens mit Verhinderung von Verstopfungen, ein Vorschreiten der Erkrankung verhindern. Um die durch Hämorrhoidalleiden hervorgerufenen Symptome wie Schmerz und Juckreiz im Analbereich zu lindern, können Hämorrhoiden-Salben oder Hämorrhoiden-Zäpfchen verwendet werden. Ein Hausmittel gegen Hämorrhoiden-Beschwerden sind kalte Sitzbäder mit entzündungslinderndem Zusatz. Seifen sollten hier gemieden werden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollte jedoch zeitnah ein Arzt aufgesucht werden.

Wenn sich Hämorrhoiden einmal vergrößert haben und Symptome verursachen, können sie sich nicht von allein zurückbilden. Hämorrhoiden-Salben und andere Hämorrhoiden-Hausmittel können die Beschwerden lindern, aber nicht die Ursache der Erkrankung bekämpfen. Durch einen ärztlichen Eingriff in lokaler Betäubung oder eine Hämorrhoiden Operation können sie aber entfernt werden.

In einem frühen Stadium kann eine symptomlindernde Behandlung oft schnell zu einer Besserung der Beschwerden führen. Hierbei handelt es sich aber nur um eine symptomatische Behandlung und keine Maßnahmen, die die Hämorrhoiden verschwinden lassen. Wenn hierdurch keine Besserung der Beschwerden erreicht wird, kann mit dem Arzt besprochen werden, ob andere kleinere, nicht operative Maßnahmen oder eine Operation sinnvoll sind.

Hämorrhoiden behandeln: Hämorrhoidalleiden erkennen und vermeiden

Das Bild zeigt die Medizinerin Viktoria Schildbach

Viktoria Schildbach

UNIVERSITÄTSKLINIK KÖLN

Ein für viele Personen eher unangenehmes Thema sind Hämorrhoiden. Wenn nach dem Toilettengang hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier zu finden ist, ist dies ein erstes Anzeichen für ein Hämorrhoidalleiden. Doch was steckt genau hinter dem allseits bekannten Phänomen? Mehr Informationen zu Hämorrhoiden, Behandlung und Prävention jetzt mit derma2go.

Definition: Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden selbst sind keine Erkrankung. Sie sind ein bei jedem Menschen vorkommendes, kurz über dem After im Enddarm liegendes Blutgefäßknäuel – auch Gefäßpolster genannt. Dieses Gefäßpolster bildet gemeinsam mit dem Schließmuskel die wichtigsten Strukturen für die Stuhlregulierung. Ohne den Schließmuskel und unsere Hämorrhoiden würde uns unkontrolliert Kot aus dem After entweichen. Wenn dieses Gefäßpolster aber vergrößert ist und Beschwerden verursacht, spricht man von der Erkrankung „Hämorrhoidalleiden“. Im Alltag wird oft fälschlicher Weise der Begriff „Hämorrhoidalleiden“ synonym mit dem Wort Hämorrhoiden verwendet.

Das Hämorrhoidalleiden ist eine sehr häufige Erkrankung. Es wird davon ausgegangen, dass über 50% aller Erwachsenen unter „Hämorrhoiden“ leiden. Die Diagnose wird jedoch sehr selten gestellt, da sich viele Menschen nicht trauen mit Ihrem Leiden zum Arzt zu gehen.

 

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Gute Ansprechpartner bei Hämorrhoidalleiden sind der Hautarzt, der Hausarzt oder ein Proktologe. Proktologen sind spezialisiert auf Erkrankungen des Enddarms und Afters.

Ursachen: Wie entsteht ein Hämorrhoidalleiden?

Die Ursache für die Vergrößerung von Hämorrhoiden und somit die Verursachung eines Hämorrhoidalleidens ist nicht genau geklärt. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die das natürlich vorkommende Gefäßpolster im Enddarm anfälliger dafür machen, dass es sich vergrößert und aus dem After heraussackt. Diese begünstigenden Faktoren sind eine falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht, Verstopfungen, familiäre Veranlagung und Schwangerschaften. Eine ballaststoffarme Ernährung und mangelnde Bewegung führen zu einem harten Stuhl und Verstopfungen. Dieser übt wiederum beim Stuhlgang, besonders bei starkem Pressen, einen hohen Druck auf den Analkanal und somit auf die Hämorrhoiden aus.

 

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Der viel diskutierte Hocker für die Füße vor der Toilette kann durchaus den Stuhlgang erleichtern.

Symptome: Wie äußert sich Hämorrhoidalleiden?

Häufige Symptome bei Hämorrhoiden sind Nässen und Brennen im Analbereich. Besonders beim Stuhlgang kann es zu Schmerzen, dem Gefühl einer unvollständigen Stuhlentleerung und Blutungen kommen. Oft fällt die Erkrankung als hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier auf. Bei fortgeschrittenem Stadium und besonders vergrößerten Hämorrhoiden kann es zu einem Fremdkörpergefühl im Analbereich kommen. Es ist wichtig zu beachten, dass sich Hämorrhoiden einklemmen können. Dies führt zu Schmerzen und sollte durch einen Arzt versorgt werden.

Hämorrhoiden werden in 4 Stadien aufgeteilt:

  • Grad I: Die Hämorrhoiden sind so klein, dass sie nicht von außen zu sehen sind. Sie können lediglich mit Hilfe eines speziellen Untersuchungsgeräts gefunden werden. Dieses Proktoskop ermöglicht es dem Arzt den unteren Bereich des Analkanals einzusehen.
  • Grad II: Beim Pressen stülpen sich ein oder mehrere kleine Knötchen nach außen aus dem After, welche aber von alleine wieder zurückgleiten.
  • Grad III: Die beim Pressen herausgleitenden Knoten verlagern sich nicht wieder von alleine in den Analkanal zurück, können aber manuell zurückgeschoben werden.
  • Grad IV: Die Knoten sind permanent ausgestülpt zu sehen und zu tasten und lassen sich auch nicht mehr zurückschieben.

 

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Erblich bedingter Haarausfall ist eher ein Prozess, als eine Krankheit. Dennoch leiden viele Betroffene unter ihrem dünner werdenden Haar und kämpfen oftmals mit negativer psychischer Belastung.

Differentialdiagnose: Ist es wirklich ein Hämorrhoidalleiden?

Die wichtigste – da gefährlichste – Differentialdiagnose von Blut im Stuhl ist Darmkrebs. Natürlich hat nicht jeder, der Blut am Toilettenpapier vorfindet, Darmkrebs, aber vor allem in fortgeschrittenem Alter, sollte der Patient dies beim Arzt abklären lassen. Häufige Differentialdiagnosen zu Hämorrhoiden sind andere Erkrankungen der Analregion:

  • Analfissur
    Im Grunde harmloser, aber störender und schmerzhafter, teils auch etwas Blut absondernder kleiner Einriss in der Schleimhaut der Analregion.
  • Mariske
    Schmerzloses weiches Hautläppchen am Analrand, welches keiner Therapie bedarf, wenn es keine Beschwerden verursacht.
  • Analvenenthrombose
    Meist plötzlich auftretende, sehr schmerzhafte Verstopfung eines Blutgefäßes im Bereich des Anus. Im Vergleich zu einer herausgestülpten Hämorrhoide ist die Analvenenthrombose ein eher plötzlich aufgetretener, sehr schmerzhafter, eher bläulich schimmernder praller Knoten.

 

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Bei Blutauflagerungen auf dem Stuhl sollte immer an die Differentialdiagnose Darmkrebs gedacht werden.

Therapie und Prävention: Hämorrhoiden behandeln

Prävention: Hämorrhoidalleiden vorbeugen

Neben nicht beeinflussbaren Faktoren wie der familiären Veranlagung und veränderten Bindegewebsstrukturen z.B. während der Schwangerschaft, gibt es eine Vielzahl an Kriterien, die der Patient beeinflussen kann:

  • Gesunde ballaststoffreiche Ernährung
  • Ausreichend Flüssigkeitsaufnahme
  • Körperliche Bewegung im Alltag
  • Vermeiden von Übergewicht
  • Der „richtige Toilettengang“: Nicht zu stark pressen beim Stuhlgang
  • Toilettenhygiene: schonendes Reinigen der Pohaut ohne starkes Reiben mit dem Toilettenpapier, Waschen mit lauwarmem Wasser oder Seifenzusatz
  • Bei Beschwerden rechtzeitig einen Arzt aufsuchen

 

Behandlung: Hämorrhoidalleiden beenden

Eine Behandlung von Hämorrhoiden ist nur nötig, wenn sie dem Patienten Beschwerden verursachen. Die Art der Therapie hängt von der Schwere der Erkrankung, also dem Hämorrhoiden Stadium/Grad, ab. So genannte allgemeine Maßnahmen, die unter „Prävention“ aufgeführt sind und eine Veränderung des Lebensstils beinhalten, sind in jedem Stadium des Hämorrhoidalleidens sinnvoll und beugen einem Voranschreiten der Erkrankung vor.

Eine symptomlindernde Therapie kann ebenfalls in jedem Stadium erfolgen. Hier empfehlen sich Hämorrhoiden-Salben oder Hämorrhoiden-Zäpfchen gegen Schmerzen, Juckreiz, Entzündungen und Hautirritationen. Auch „Hämorrhoiden-Hausmittel“, wie Sitzbäder mit kaltem Wasser und hautberuhigenden Zusätzen können eine Besserung der Beschwerden bringen.

Die durch den Arzt durchgeführten Eingriffe variieren je nach Hämorrhoiden-Stadium. Hämorrhoiden I. und II. Grades können durch eine so genannte Sklerosierung verödet werden. Dazu wird ein Medikament in die Hämorrhoiden gespritzt und diese so vernarbt. Bei Grad II und III wird oft die Gummibandligatur angewendet. Hierzu werden die Hämorrhoiden mit einem Band abgebunden und dann wird gewartet bis sie sich von alleine lösen. Diese beiden Eingriffe können in der Regel ohne Narkose und in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Eine Operation mit chirurgischer Entfernung der ausgesackten Gefäßpolster kann bei Hämorrhoiden III. und IV. Grades ratsam sein. 

 

Dr. med. Christian Greis empfiehlt: Das hilft bei Hämorrhoiden wirklich

Der am Universitätsspital Zürich praktizierende Dermatologe Dr. Greis erklärt, was seinen Patienten wirklich geholfen hat.

 

Das Bild zeigt den Gründer von derma2go und Oberarzt des Universitätsspitals Zürich Dr. med. Christian Greis am Schreibtisch sitzend.

 

“Das Hämorrhoidalleiden ist ein mit Scham behaftetes Thema. Patienten haben häufig einen langjährigen, hohen Leidensdruck, bevor sie einen Arzt aufsuchen.”

-Dr. med. Christian Greis

Hämorrhoiden: Sonderformen und Begleiterkrankungen

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft stellen eine Sonderform dar. Zum einen kommt es in der Schwangerschaft zu Hormonveränderungen, welche die Bindegewebsstrukturen im Körper beeinflussen und zum anderen kommt es durch eine Schwangerschaft auch zu einem erhöhten Druck im Analkanal.

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