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derma2know: Hautpilz behandeln

5 Fakten über Hautpilz

FAQ

Hautpilz bildet verschiedene Symptome aus. Je nachdem welcher Erreger die Ursache für die Infektion ist, kann beispielsweise Juckreiz ein Anzeichen für eine Pilzinfektion sein. Aber auch rötliche, schuppende Hautveränderungen können ein Indiz für einen vorliegenden Pilzbefall sein.

Pilzinfektionen sind übertragbare Hauterkrankungen. Bei einer Infektion findet ein direkter Kontakt mit einer infizierten Person oder einem kontaminierten Gegenstand statt. Ein Beispiel für eine potenzielle Übertragung des Fußpilzes ist der feuchtwarme Schwimmbadboden.

Die Behandlung eines Pilzbefalls ist verhältnismäßig langwierig. Die Therapie sollte über mehrere Wochen erfolgen, da der Erreger in der Hornschicht der betroffenen Areale sitzt.

Hartnäckiger Hautpilz muss medikamentös behandelt werden, hier hilft nur der Gang zum Hautarzt.

Hautpilz behandeln: Gesunde Haut mit der richtigen Pilztherapie

Das Bild zeigt den Gründer von derma2go und Oberarzt des Universitätsspitals Zürich Dr. med. Christian Greis.

Dr. med. Christian Greis

Oberarzt Universitätsspital Zürich

Wenn die Haut juckt und schuppt, können sich verschiedene Krankheiten dahinter verbergen. Eine harmlose, aber ansteckende Erkrankung, auf die die Symptome passen, ist Hautpilz. Er äußert sich in verschiedenen Formen an verschiedenen Körperregionen, ist weltweit stark verbreitet und beeinträchtigt das Leben der Betroffenen oft negativ. Gesunde Haut mit der richtigen Pilztherapie jetzt mit derma2go.

Definition: Was ist Hautpilz?

Pilzerkrankungen der Haut und Schleimhäute sind weit verbreitet und werden in Fachkreisen als Tinea oder Dermatomykose bezeichnet. Sie sind in der Regel harmlos, aber oft ansteckend und müssen behandelt werden. Je nach Erreger bilden sich verschiedene Symptome in verschiedenen Körperregionen aus. Befallen werden können dabei Haut, Schleimhaut, Haare und Nägel, aber auch der Intimbereich stellt einen häufigen Infektionsherd dar. In feuchten, warmen Körperregionen kann sich der Pilz besonders gut entwickeln und weiter ausbreiten. Behandelt werden Pilzinfektionen mit sogenannten Antimykotika, die es freiverkäuflich in der Apotheke oder bei stärkeren Befällen auf Rezept vom behandelnden Hautarzt gibt.

 

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In der Regel breitet sich der Hautpilz nur auf der Hautoberfläche aus. Gelegentlich können auch tiefere Hautschichten betroffen sein.

Ursachen: Wie entsteht Hautpilz?

Die Haut verfügt über eine natürliche Schutzbarriere, die Bakterien, Viren und Pilze abwehrt. Wird diese geschädigt, können Erreger in den Körper eindringen und Infektionen auslösen. Ob und wie stark Pilzerkrankungen ausgelöst werden, hängt dabei vom Immunsystem der jeweilig Betroffenen ab.

 

Risikofaktoren, die eine Infektion begünstigen können, sind:

  • Geschwächtes Immunsystem
  • Feuchtwarmes Milieu (z.B. in Hautfalten)
  • Stress
  • Hormonschwankungen
  • Medikamente (z.B. Scheidenpilz wird oft durch die Einnahme von Antibiotika ausgelöst)
  • Verletzungen / Risse in der Haut

 

Man unterscheidet drei Gruppen von Pilzen im sogenannten DHS-System


Dermatophyten

Unter Dermatophyten versteht man im Allgemeinen Fadenpilze. Rund 66% aller Pilzinfektionen werden durch Fadenpilze ausgelöst und äußern sich meist in oberflächlichen Erkrankungen. Eine Infektion erfolgt über direkten Kontakt mit infizierten Personen oder kontaminierten Gegenständen, wie Handtüchern oder feuchtwarmen Böden in Hallen- und Freibädern. Das Eiweiß Keratin nährt den Fadenpilz, welches sich in der Hornschicht der Haut, Nägeln und Haaren befindet. Juckreiz, Hautrötungen oder auch eine leichte Schuppenbildung sind typische Symptome für eine durch Fadenpilze ausgelöste Dermatomykose. Feuchtwarme Regionen des Körpers begünstigen das Wachstum der Pilzinfektion und treten daher oft in Hautfalten auf. Tritt eine Infektion an Körperstellen mit Haarwuchs auf ist Vorsicht geboten: Hier können Pilzerkrankungen tiefer gehen und starke Rötungen mit Eiter, Knötchen und Pusteln entwickeln. Die beiden bekanntesten Pilzerkrankungen sind der Fußpilz und der Nagelpilz.

Hefepilz

Rund 25% aller Pilzinfektionen lassen sich auf Hefepilze, die auch Sprosspilze genannt werden, zurückführen. Der häufigste Erreger ist dabei der Candida albicans, der auf den Schleimhäuten von Mund und Genital beheimatet ist. Besonders Frauen leiden verstärkt durch ein aus dem Gleichgewicht geratenes Scheidenmilieu an einem Vaginalpilz der Candida.

Schimmelpilz

Einen geringen Prozentsatz nehmen Infektionen mit Schimmelpilzen ein. Erkrankungen der Haut treten dabei nur selten auf, während besonders Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem an einem Befall der inneren Organe – einer sogenannten Systemmykose – leiden. Pilzsporen werden dabei häufig über die Luft aufgenommen und können unbehandelt tödlich verlaufen.

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Candidose bzw. Soor nennt man Pilzerkrankungen durch den Hefepilz (=Candida). Eine Systemmykose betrifft häufig mehrere Organe.

Symptome: Wie äußert sich Hautpilz?


Fadenpilze

• Rote Hautareale
• Schuppenbildung insbesondere in den Randbereichen
• Gelegentlich Pustelbildung

Hefepilz

• Starker Juckreiz
• Rötungen insbesondere an den Schleimhäuten
Achtung: Betroffene sollten dem Drang des Juckens widerstehen, da es sonst zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien und einer Ausbreitung nach innen kommen kann.

Schimmelpilz

• Selten Hautveränderungen
• Lunge primär betroffen
• eine schwere Erkrankung ist möglich

 

Übersicht: Welche Symptome verursachen Pilzinfektionen?

Welche Symptome eine Pilzinfektion hervorruft, hängt vom jeweiligen Erreger und der betroffenen Körperregion ab.

 


Fußpilz (Tinea pedis)

Eine der häufigsten Infektionskrankheiten ist Fußpilz. Ausgelöst wird diese durch Fadenpilze.

Befall der Zehenzwischenräume
• Haut grauweiß, mazeriert (aufgequollen)
• Kleine Fissuren (Risse)

Befall der Fußsohle
• trockene Haut
• weiße, grobe Schuppenbildung
• Pustelbildung
• Juckreiz

Fußpilz zählt gemeinsam mit Nagelpilz zu den häufigsten Pilzerkrankungen und sollte von einem Arzt untersucht werden.

Ringelflechte (Tinea corporis)

Von Ringelflechte betroffen sind die Hautareale am Rumpf und der Extremitäten. Auch hier ist der Fadenpilz der auslösende Erreger.

• Runde Rötungen mit randbetonter Schuppung
• Starker Juckreiz
• Langsam in der Größe zunehmend

Tritt die Pilzerkrankung an behaarten Körperstellen auf, kann sich die Infektion in tiefere Hautschichten ausbreiten und dort eine Entzündungsreaktion hervorrufen.

• Schmerzhafte Knoten gefüllt mit Flüssigkeit
• Lymphknotenschwellung
• Allgemeine Krankheitssymptome (z.B. Fieber)

Pilzbefall der Kopfhaut (Tinea capitis)

Ein Pilzbefall der Kopfhaut wird durch Fadenpilze verursacht und muss nicht zwingend mit merkbaren Symptomen einhergehen.

• Kreisrunde, scharf begrenzte, oft haarlose Areale
• Schuppung der Kopfhaut
• Abgebrochene Haare

Pilzbefall der Gesichtshaut (Tinea faciei)

Verursacht durch Fadenpilze entstehen langsam größer werdende Rötungen im Gesicht.

• Schuppenbildung
• Juckreiz
• Häufig asymmetrische Verteilung

Nagelpilz (Tinea unguium)

Nagelpilz wird in der Regel von Fadenpilzen ausgelöst, in seltenen Fällen können aber auch Hefe- oder Schimmelpilz als Erreger die Infektion verursachen. Von Nagelpilz betroffen sein können sowohl Finger- als auch Fußnägel.

• Glanzlose Nägel
• Verdickte Nagelplatte
• Verfärbter Nagelrand (weiß oder gelblich)
• Fleckenbildung im Nagel (weiß, gelb, grau-braun)
• Gelegentlich schmerzhaft

Nagelpilz zählt gemeinsam mit Fußpilz zu den häufigsten Pilzerkrankungen und sollte von einem Arzt untersucht werden.

Handpilz (Tinea manuum)

Auch hier stecken Fadenpilze hinter der Infektion. Handpilz tritt vermehrt in Kombination mit Fußpilz auf und breitet sich in der Regel von einer betroffenen Hand auf die andere hin aus.

Man unterteilt die Tinea manuum in eine
• Hyperkeratotisch-squamöse Form:
–> Feine bis grobe Schuppenbildung entlang der Hautlinien
–> Rissige Hautareale in Folge trockener Haut
–> Bei Befall der Haarfollikel des Handrückens Pustelbildung möglich

• Dyshidrosiforme Form:
–> juckende Bläschen im Handteller, an den Fingerseiten oder den Handkanten
–> Schnell eintrocknende Hautbläschen

Leistenpilz (Tinea inguinalis)

Auch Leistenpilz wird vom Fadenpilz verursacht und betrifft gehäuft das männliche Geschlecht. Durch verstärktes Schwitzen wird das feuchtwarme Milieu begünstigt und Pilze breiten sich leicht aus.

• Juckreiz
• Scharf, begrenzte Rötungen mit markanter Umrandung
• Schuppenbildung

Kutane Candidiasis

In feuchtwarmen Milieus entwickelt sich bevorzugt die kutane Candidiasis, deren Erreger der Hefepilz ist. Oftmals sind intertriginöse Areale (= Hautpartien, die sich gegenseitig berühren wie beispielsweise die Genitalregion) betroffen.

• Großflächige Ausbreitung roter, nässender Flächen, die sich durch einen schuppigen Rand auszeichnen
• Pustelbildung im Randbereich möglich

Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)

Diese Pilzinfektion wird von Hefepilzen der Gattung Malassezia ausgelöst und befällt vorwiegend Brust, Rücken, Hals und Schultern.

• Scharf begrenzte, rundliche Flecken
• Schwacher bis kein Juckreiz
• Glatte Oberfläche mit feiner Schuppenbildung
• Großflächige Ausbreitung
• Pigmentierungsstörungen während und nach der Infektion möglich

Genitale Pilzinfektionen

Pilzinfektionen im Genitalbereich werden meist durch Hefepilze ausgelöst. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Bei Frauen sind meist die Schleimhäute der Vulva betroffen, Männer leiden unter einer Eichelentzündung.

• Juckreiz
• Rötungen
• Weiße Ablagerungen auf der Schleimhaut
• Geruchloser, bröckeliger, weißlicher Ausfluss bei Frauen


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Das „One hand/two feet“-Syndrom beschreibt das gelegentlich zu beobachtende Phänomen, dass der Hautpilz an einer Handfläche und beiden Fußsohlen auftritt.

Differentialdiagnose: Ist es wirklich Hautpilz?

Bei einem Verdacht auf einen Pilzbefall sollten Betroffene einen Hautarzt aufsuchen. Der Arzt untersucht daraufhin die betroffenen Hautareale und befragt den Patienten nach seiner Krankengeschichte (=Anamnese). Pilzinfektionen sind zumeist gut mit dem Auge zu erkennen. Zusätzlich kann der Hautarzt auch über einen Abstrich eine Pilzkultur anlegen. Doch auch unter speziellem UV-Licht (Wood-Licht) können sich bestimmte Pilzarten gut erkennen lassen.

Potentielle Differentialdiagnosen:

 

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Spricht ein Arzt von einem klinischen Bild, spricht er von der Gesamtheit aller auftretenden Symptome.

Therapie und Prävention: Hautpilz behandeln

Behandlung: Symptome wirksam lindern

Pilzinfektionen werden mit Antimykotika (=Antipilzmittel) behandelt. Diese gibt es in verschiedenen Varianten teils rezeptfrei in der Apotheke. Dennoch sollte vor einer Therapie immer mit einem qualifizierten Hautarzt abgeklärt werden, um welchen Erreger es sich handelt, damit eine zielgerichtete Behandlung begonnen werden kann. Die Behandlung einer Pilzinfektion sollte über mehrere Wochen erfolgen. Der Erreger nistet im Hornmaterial der betroffenen Areale und kann sich bei vorzeitigem Therapieende wieder ausbreiten.

Antimykotika können je nach Beschwerden topisch oder systemisch zum Einsatz kommen.

Topische Behandlung

Eine topische Behandlung ist eine lokale Wirkstofftherapie, die nur auf den betroffenen Hautstellen angewandt wird.

Systemische Behandlung

Bei einer systemischen Behandlung wird das Medikament eingenommen und über das Blutgefäßsystem verteilt.

 

Prävention: Pilzinfektionen vermeiden

Hygiene

An Orten mit einer hohen Ansteckungsgefahr (z.B. Schwimmbäder, Saunen, etc.) sollten Badeschuhe getragen und generell auf eine gute Hygiene geachtet werden.

Waschen bei mindestens 60 Grad Celsius

Socken und Unterwäsche sollte täglich gewechselt und bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden, um Bakterien und Pilze abzutöten.

Atmungsaktive Kleidung

Schuhe und Kleidung sollten atmungsaktiv sein, damit kein feuchtwarmes Milieu entsteht und der Nährboden für Pilzinfektionen geschaffen wird.


Dr. med. Christian Greis empfiehlt: Was bei Hautpilz wirklich hilft

Der am Universitätsspital Zürich praktizierende Dermatologe Dr. Greis erklärt, was seinen Patienten wirklich geholfen hat.

  1. Wichtig ist eine einwandfreie Diagnostik (der Nachweis des Pilzes), bevor eine Therapie gestartet wird.
  2. Nicht jedes Pilz-Medikament wirkt gegen jeden Hautpilz. Ziehen Sie einen Hautarzt hinzu, um das passende Medikament zu finden.
  3. Eine Kombination aus einer Therapie mit Cremes und Tabletten ist häufig am wirkungsvollsten. Bestenfalls kombiniert man so zwei verschiedene Wirkstoffe.
  4. Bei einer Pilzerkrankung der Fußnägel ist oft eine mehrmonatige Therapie mit Tabletten notwendig. Ergänzend kann ein medizinischer Nagellack verwendet werden.

Das Bild zeigt den Gründer von derma2go und Oberarzt des Universitätsspitals Zürich Dr. med. Christian Greis am Schreibtisch sitzend.

„Insbesondere Kinder mit Hautpilzinfektionen stecken sich häufig bei ihren Haustieren (z.B. Meerschweinchen) an. Somit ist häufig auch eine Vorstellung beim Tierarzt notwendig.“

– Dr. med. Christian Greis

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Ein Pilzbefall der Haut sollte immer medikamentös behandelt werden, um einen chronischen Krankheitsverlauf zu verhindern. Konsultieren Sie daher bei einem Verdacht auf Hautpilz einen Hautarzt!

Hautpilz: Sonderformen 

Tinea profunda

Bei der Tinea profunda handelt es sich um eine tiefergehende Pilzerkrankung. Die Erkrankung löst teils schwere Entzündungsreaktionen aus und befindet sich dabei meist in behaarten Körperarealen, wie der Bartregion bei Männern, Kopfhaut und Unterarme. Der Fadenpilz ist hierbei der häufigste Erreger, der tief in die Haarfollikel eindringt und die Haarwurzeln zerstören kann. Das Immunsystem antwortet mit einer starken Entzündungsreaktion des umliegenden Gewebes, wodurch Betroffene allgemeine Krankheitssymptome und geschwollene Lymphknoten aufweisen können.

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