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derma2know: Muttermale behandeln

5 Fakten über Muttermale

FAQ

Muttermale sind meist angeboren oder entwickeln sich über die Zeit.

Verändert sich ein Leberfleck, ist es wichtig dieses nach der ABCDE-Regel zu prüfen und gegebenenfalls einen Dermatologen aufzusuchen.

Die genaue Ursache ist nicht final geklärt. Jedoch spielen Vererbung, UV-Strahlung und Hauttyp eine Rolle.

Muttermale können im Laufe des Lebens verblassen und wieder ganz verschwinden.

Schwarzer Hautkrebs kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Daher ist es wichtig, Muttermale zu beobachten und mit der ABCDE-Regel regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls einen Hautarzt aufzusuchen.

Muttermale behandeln: Harmlos oder doch gefährlich?

Das Bild zeigt den Gründer von derma2go und Oberarzt des Universitätsspitals Zürich Dr. med. Christian Greis.

Dr. med. Christian Greis

Oberarzt Universitätsspital Zürich

Eine weit verbreitete Veränderung der Haut wird im Volksmund Muttermal genannt. Die meisten Menschen besitzen im Schnitt 30-40 Muttermale; nur rund 15% der Bevölkerung können mehr als 100 Muttermale aufweisen. Eine harmlose Pigmentveränderung, die jedoch beobachtet werden sollte. Mehr Informationen zu Muttermalen, Behandlung und Prävention jetzt mit derma2go.

Definition: Was ist ein Muttermal?

Bei einem Muttermal handelt es sich um pigmentierte Fehlbildungen der Haut oder Schleimhaut, die meist unbedenklich sind. Sie können in verschiedenen Formen, Größen und Farben auftreten und am ganzen Körper zu finden sein. Es handelt sich in der Regel um gutartige Wucherungen der Haut, die jedoch je nach Aussehen beobachtet werden sollten.

 

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Muttermale und Leberflecken sind dasselbe. Sie sind umgangssprachliche Bezeichnungen für den lateinischen Fachbegriff Nävus.

Ursachen: Wie entsteht ein Muttermal?

Die Ursache hinter der Entstehung eines Muttermals ist bis heute nicht final gesichert. Jedoch spielen verschiedene Faktoren wie Vererbung, Hauttyp oder auch die UV-Strahlung eine Rolle. So deuten neue Studien darauf hin, dass die Anzahl der Stunden, die als Kind ungeschützt in der Sonne verbracht wurden, die Entstehung von Muttermalen begünstigen kann. Helle Hauttypen neigen ebenfalls verstärkt zur Pigmentveränderung der Haut gegenüber dunkleren Hauttypen. Doch auch die Vererbung stellt einen entscheidenden Faktor dar: Weisen die Eltern und näheren Verwandten eine erhöhte Anzahl an Muttermalen auf, so wird das Kind ebenfalls diese Hautveränderung entwickeln.

Generell unterscheidet man zwischen angeborenen und erworbenen Muttermalen:

 


Angeborenes (kongenitales) Muttermal

Bei bis zu 8% der Neugeborenen sind die Muttermale bereits vorhanden oder in den Keimzellen in Form, Farbe und Größe festgelegt und entwickeln sich im fortschreitenden Alter.

Erworbenes Muttermal

Die meisten Muttermale entstehen spontan und werden durch Umwelteinflüsse, genetische und hormonelle Einflüsse sowie UV-Einstrahlung beeinflusst.


Entstehung des Muttermals in der Haut

Bei einem Muttermal handelt es sich um eine Vermehrung von pigmentproduzierenden, verzweigten Zellen (sog. Melanozyten), die den Farbstoff Melanin produzieren. Diese Zellen liegen in höheren Hautschichten, vervielfältigen sich und häufen das Melanin an. Die Menge des enthaltenden Melanins sowie die betroffene Hautschicht entscheiden darüber, wie dunkel das Muttermal aussieht.  Durch genetische Veränderung kann es zu einer unregulierten Vermehrung dieser Zellen (=Entartung) und Entstehung von Hautkrebs führen.

 

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In der Schwangerschaft werden Veränderungen von Muttermalen häufiger beobachtet. Bei Unsicherheit sollte ein Hautarzt aufgesucht werden.

Symptome: Wie äußert sich ein Muttermal?

Muttermale können in verschiedenen Formen, Farben und Größen auftreten:
Farbe
Hautfarben, hell-, mittel-, dunkelbraun, schwarz
Größe und Form
Klein und rund bis großflächig und unregelmäßig
Oberflächenbeschaffenheit
Uneben, glatt, erhaben, behaart
Vorkommen
Muttermale können am gesamten Körper auftreten. Neben gut sichtbaren Stellen wie im Gesicht, dem Dekolleté, Rücken, Bauch und Armen/Beinen, können Muttermale auch an Kopfhaut, Augenlidern, Fußsohlen, Schleimhäuten oder im Genitalbereich entstehen.

Differentialdiagnose: Ist es wirklich ein Muttermal?

In der Regel sind Muttermale gutartige Wucherungen der Haut. Jedoch können diese durch äußere Einflüsse entarten und sich bösartig entwickeln. Daher ist es wichtig, Muttermale regelmäßig zu kontrollieren, um Entartungen möglichst früh zu diagnostizieren. Im Zweifel kann eine Biopsie Aufschluss über eine vorliegende Erkrankung geben.
Malignes Melanom (=schwarzer Hautkrebs)
Bei einem Melanom handelt es sich um eine bösartige und sehr aggressive Entartungeines Muttermals. Der Hauttumor bildet frühzeitig Metastasen aus, die in andere Organe streuen. Ein malignes Melanom muss so früh wie möglich erkannt und behandelt werden.
Basalzellkrebs (=weißer Hautkrebs)
Basalzellkarzinome sind die häufigste Form von Hautkrebs. Der Krebs wächst verhältnismäßig langsam und bildet nur sehr selten Metastasen aus. Dennoch ist eine Behandlung zwingend notwendig und muss frühzeitig begonnen werden.

Therapie und Prävention: Veränderungen erkennen

Behandlung: Entfernung von Muttermalen

Ein Muttermal muss nicht behandelt werden, sofern es nicht auffällig ist. Dennoch können aus ästhetischen Gründen oder bei mechanischer Reizung Muttermale entfernt werden.

Methoden zur Entfernung des Muttermals


Operative Entfernung

Auffällige Muttermale müssen chirurgisch entfernt werden. Mittels Skalpells wird das Muttermal nach örtlicher Betäubung entfernt und anschliessend mit wenigen Stichen genäht.

Entfernung per Laser

Muttermale sollten nicht mit einem Laser entfernt werden. Bei der Laser-Behandlung werden die Muttermale verbrannt, sodass keine Untersuchung des Gewebes möglich ist. Somit kann ein mögliches Melanom übersehen werden.


Prävention: Veränderungen erkennen und vorsorgen

Die Früherkennung spielt auch bei Hautkrebs eine entscheidende Rolle. Wichtig dabei ist eine regelmäßige Kontrolle der Muttermale nach der ABCDE-Regel:


Asymmetrie

Gutartige Muttermale sind klar begrenzt und rund. Potentiell entartete Wucherungen weisen gezackte Ränder auf oder sind zerfurcht.


Begrenzung

Verwaschene, unebene Begrenzungen deuten auf ein potentielles Melanom hin. Gutartige Leberflecke sind klar begrenzt und bleiben in ihrer Form.

Color (=Farbe)

Ein gutartiger Leberfleck hat in der Regel einen einheitlichen Farbton, während potentiell entartete Wucherungen mehrere Farbtöne vereinen können.

Durchmesser

Wucherungen ab einem Durchmesser von 5 Millimeter sollten beobachtet werden, da diese potentiell gefährlich sind. Auch wenn ein Muttermal schnellst wächst (Dynamik), ist Vorsicht geboten.

Erhabenheit

Muttermale die zunehmend dicker werden, sollten durch einen Dermatologen untersucht werden.


Dr. med. Christian Greis empfiehlt: Was bei Muttermalen wirklich hilft

Der am Universitätsspital Zürich praktizierende Dermatologe Dr. Greis erklärt, was seinen Patienten wirklich geholfen hat.

  1. Eine routinemäßige Selbstkontrolle der Muttermale ist unerlässlich. Heutzutage können regelmäßig aufgenommene Fotos mit dem Handy hierbei unterstützen.
  2. Die meisten auffälligen Muttermale werden durch die betroffene Person selbst oder das nähere persönliche Umfeld entdeckt, bevor die Diagnose Hautkrebs durch den Hautarzt gestellt wird.
  3. Bei Unsicherheit sollte eine Vorstellung beim Hautarzt erfolgen. Insbesondere Männer warten häufig zu lang und riskieren somit ein Fortschreiten des Hautkrebses.
  4. Der Dermatologe nutzt ein sogenanntes Dermatoskop (=Auflichtmikroskop), um die Muttermale besser beurteilen zu können.

Das Bild zeigt den Gründer von derma2go und Oberarzt des Universitätsspitals Zürich Dr. med. Christian Greis am Schreibtisch sitzend.

Auffällige Muttermale sollten von einem erfahrenen Dermatologen untersucht werden. Im Zweifelsfall muss das Muttermal chirurgisch entfernt und anschließend im Labor untersucht werden. Eine Laser-Therapie von Muttermalen ist keine Option.“

– Dr. med. Christian Greis

 

 

Wissen2go

Erhabene Muttermale können beispielsweise durch Brillen, den Hosenbund oder BH-Träger gereizt werden.

Ab dem 35. Lebensjahr werden in Deutschland Vorsorgeuntersuchungen alle zwei Jahre von der Krankenkasse übernommen.

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