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derma2know: Schuppenflechte behandeln

5 Fakten über Schuppenflechte

FAQ

Schuppenflechte kann in unterschiedlichen Hautarealen beginnen. Typische Stellen der Psoriasis sind die Kopfhaut, Ellenbogen oder auch am Rücken.

Eine empfehlenswerte Ernährung bei Psoriasis enthält anti-entzündliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse. Abzuraten ist von Fertigprodukten und ungesunden Lebensweisen.
Eine sorgfältige Basispflege mit einer individuell angepassten Therapie durch einen Dermatologen ist eine effektive Kombination zur Linderung der Symptome. Im Idealfall können Betroffene ein symptom- und beschwerdefreies Leben führen.

Bei einer Psoriasis handelt es sich um eine chronische und erblich bedingte Autoimmunerkrankung. Zum aktuellen Zeitpunkt ist keine Heilung möglich.

Mit der richtigen Therapie können Betroffene ein weitgehendes symptom- und beschwerdefreies Leben führen, indem sie den Zeitraum bis zum nächsten Schub verlängern.

Psoriasis behandeln: Mit der richtigen Therapie zum Erfolg

Das Bild zeigt den Gründer von derma2go und Oberarzt des Universitätsspitals Zürich Dr. med. Christian Greis.

Dr. med. Christian Greis

Oberarzt Universitätsspital Zürich

Wenn die Haut gerötet ist und juckt, kommen verschiedene Hauterkrankungen in Frage. Treten zusätzlich silbrige Schuppen auf, kann es sich um Psoriasis – allgemein als Schuppenflechte bekannt – handeln. Nun gilt es, die richtige Diagnose zu stellen und eine adäquate Behandlung zu starten. Mehr Informationen zu Psoriasis (Schuppenflechte), Behandlung und Prävention jetzt mit derma2go.

Definition: Was ist Schuppenflechte?

Bei Schuppenflechte – auch Psoriasis genannt – handelt es sich um eine chronisch-entzündliche, erblich bedingte Multisystemerkrankung, die nicht ansteckend ist. Hintergrund der Erkrankung ist eine Fehlinformation des körpereigenen Abwehrsystems, das anstelle von Krankheitserregern die eigenen Körperzellen angreift. Schuppenflechte ist nicht heilbar, doch mit einer angepassten Therapie können Betroffene ein symptom- und beschwerdefreies Leben führen und den nächsten Schub lange hinauszögern. Die häufigste Form ist Psoriasis vulgaris, die sich besonders an Händen, Kopfhaut, Ellenbogen und Knien äußert.

Mit rund 2% Betroffenen in der Bevölkerung ist die Diagnose Schuppenflechte nach Neurodermitis eine der häufigsten Hauterkrankungen. Der erste Ausbruch der Hautveränderung zeigt sich in der Regel jedoch deutlich später und tritt in 75% der Fälle zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf.

Typ 1-Psoriasis
Patienten erkranken vor dem 40. Lebensjahr und erleiden in der Regel einen schweren Verlauf.
Typ 2-Psoriasis
Patienten erkranken nach dem 50. Lebensjahr und durchleben eher mildere Verläufe.

 

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Schon im alten Griechenland waren die Menschen von Schuppenflechte betroffen. Fälschlicherweise wurde Psoriasis für eine Form der Krätze (=Psora) gehalten, woher die Hautkrankheit seinen Namen hat.

Ursachen: Wie entsteht Schuppenflechte?

Die Ursachen hinter Schuppenflechte sind noch nicht final geklärt. Forscher konnten jedoch eine genetische Komponente identifizieren. Liegt bei einem Elternteil eine Erkrankung an Psoriasis vor, besteht bei dem Kind eine 10%-ige Wahrscheinlichkeit ebenfalls an Schuppenflechte zu erkranken. Sind beide Eltern betroffen, steigt diese Chance auf rund 40% an.

Eine weitere Komponente ist das fehlgeleitete Immunsystem. Entzündungsmediatoren signalisieren dem Abwehrsystem eine vorliegende Entzündung, die chronisch aufrechterhalten wird. Aus diesem Grund zählt Psoriasis auch zu den Autoimmunerkrankungen. Die betroffenen Hautareale reagieren ähnlich einer Hautverletzung. Dadurch wird der Regenerationsprozess der Haut beschleunigt und neue Hautzellen werden nachgeschoben. Diese krankhafte Veränderung der Oberhaut führt zur optisch sichtbaren Schuppung, die aus unreifen, verklebten Hornzellen besteht.

  1. Botenstoffe werden fälschlicherweise vom Immunsystem ausgeschüttet, wodurch eine dauerhafte Entzündung aufrechterhalten wird.

  2. Rötung wird durch verstärkte Durchblutung kleinerer, stark verästelter Blutgefäße verursacht.

  3. Vielfache Beschleunigung der Zellregeneration der Hornschicht.

  4. Hautzellen fehlt durch den beschleunigten Prozess die Zeit vollständig zu reifen.

  5. Verklebung der Zellen an der Hautoberfläche -> Schuppenbildung.

Die Veranlagung allein löst jedoch in der Regel keine aktive Erkrankung aus: Es werden sogenannte Trigger-Faktoren benötigt, damit Psoriasis ausbricht.

 

Potentielle auslösende Faktoren für einen Schub:

  • Verletzungen oder Irritationen der Haut (z.B. Sonnenbrand, Schürfwunden, Tattoos)

  • Mechanische Reize (z.B. scheuernde, enge Kleidung)

  • Hormonelle Umstellung (z.B. Pubertät) oder Stoffwechselstörungen

  • Übergewicht und krankhafte Gewichtsveränderungen

  • Stress (z.B. psychische Belastungen)

  • Rauchen und exzessiver Alkoholkonsum

  • Medikamente (z.B. Wirkstoffe gegen Depressionen)

  • Infektionskrankheiten (z.B. Streptokokken)

  • Allergene

  • Wettereinflüsse

 

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Auslösende Faktoren werden auch Trigger genannt.

Symptome: Wie äußert sich Schuppenflechte?

75% der Betroffenen leiden unter Psoriasis vulgaris. Diese bilden eindeutige Symptome aus, wodurch sie von anderen Hauterkrankungen häufig gut unterschieden werden können.

Symptome Psoriasis

  • Scharf begrenzte, rötliche Hautverdickungen  auch Plaques genannt
  • Silbrig-glänzende, weiße Schuppen
  • Größe variiert stark (Münzgröße bis mehrere Handfläche)
  • Meist auf beiden Körperseiten symmetrisch gleich
  • Juckreiz kann auftreten
  • Teils Brennen oder Stechen der betroffenen Hautflächen
  • Haut trocken und empfindlich mit Spannungsgefühl
  • Stark durchblutete Hautareale
  • Bei Entfernung der Hautschuppen punktförmige Blutung (Ausspitz-Phänomen)

Besonders betroffene Regionen

  • Kopfhaut
  • Ellenbogen
  • Knie
  • Rücken
  • Gesäß

Selten betroffene Regionen

  • Gesäßfalte
  • Augenbrauen
  • Gehörgänge
  • Unterarme
  • Bauchnabel

In schweren Fällen kann sich die Schuppenflechte großflächig auf weitere Teile des Körpers ausbreiten.

Zonen der Psoriasis
Nagelpsoriasis

Schuppenflechte kann neben der Haut und Gelenken auch Finger- und Fußnägel befallen. Es entwickeln sich typische Fleckmuster (sog. „Tüpfel“ & Ölflecken) und die Beschaffenheit der Nägel verändert sich. Sie werden spröde, porös, verlieren ihre Festigkeit und können bei einer starken Ausprägung abfallen. Optisch ähnelt diese Hautveränderung einer Pilzinfektion.

Psoriasis-Arthritis

Jeder fünfte Betroffene entwickelt über die Jahre eine Psoriasis-Arthritis. Die Entzündung entwickelt sich weiter und befällt Knochen, Knochen- und Gelenkhaut sowie Ansätze von Sehnen, Bändern und Kapseln naheliegender Gelenke. Besonders betroffen sind dabei Finger- und Zehengelenke, die anschwellen und schmerzen können. Einige Patienten berichten zudem vom Befall größere Gelenke, wie dem Sprunggelenk. Wenige Betroffene erleiden Beschwerden entlang der Wirbelsäule. In seltenen Fällen entwickeln Patienten eine Psoriasis-Arthritis, ohne dass sich Hautveränderungen durch Schuppen bemerkbar machen.

Schuppenflechte auf der Kopfhaut

Rund 2/3 aller Patienten leidet an Schuppenflechte auf der Kopfhaut. Oftmals reichen die Schuppen über den Haaransatz in das Gesicht hinein. Für Betroffene stellt diese Hautveränderung eine enorme psychische Belastung dar, die zu einer deutlichen Verminderung der Lebensqualität führt.

Differentialdiagnose: Ist es wirklich Schuppenflechte?

Die Diagnose Schuppenflechte erfolgt in der Regel über eine Begutachtung der Haut mit den charakteristischen klinischen Erkrankungsmerkmalen. In einigen Fällen kann zur Bestätigung der Diagnose eine Biopsie durchgeführt oder eine Schuppe vom Dermatologen entfernt werden, um das „Ausspitz-Phänomen“ auszulösen.

Potentielle Differentialdiagnosen:

 

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Spricht ein Arzt von einem klinischen Bild, spricht er von der Gesamtheit aller auftretenden Symptome.

Therapie und Prävention: Schuppenflechte sinnvoll behandeln

Behandlung: Symptome wirksam lindern

Schuppenflechte ist nach dem aktuellen Stand der Forschung nicht heilbar, jedoch ist die chronische Hauterkrankung gut behandelbar. Bei der Psoriasis-Behandlung geht es primär darum, die Symptome zu lindern und die schubfreie Zeit zu verlängern. Da sich die Schuppenflechte bei jedem unterschiedlich ausprägt, gibt es keine Standardbehandlung, sondern immer eine persönlich abgestimmte Therapie.

Die verschiedenen Therapieansätze werden durch einen Dermatologen individuell auf das Krankheitsbild der Betroffenen angepasst. Dadurch lassen sich die Behandlungsansätze weiter unterteilen:


Vermeidung von Trigger-Faktoren

Psoriasis wird oftmals durch den Kontakt mit reizenden Stoffen oder Substanzen ausgelöst. Dabei reagiert die Haut individuell auf die Inhaltsstoffe, die bei einer gesunden Haut zu keiner Reaktion führen würden. In der Psoriasis-Behandlung ist es daher wichtig, solche Trigger-Faktoren zu identifizieren und zu meiden.


Behandlung des Juckreizes

Um das Kratzen und eine einhergehende Verschlimmerung des schuppenden Hautareale zu vermeiden, ist eine zügige Behandlung des Juckreizes notwendig. Eine wirksame Methode sind feuchte Umschläge mit schwarzem Tee (Schwarztee-Umschläge) oder anderen kommerziellen Produkten. Bei schweren Fällen kann der Dermatologe lokal betäubende Wirkstoffe oder Tabletten gegen den Juckreiz verschreiben.


Systemische Behandlung

Bei einer systemischen Behandlung wird das Medikament eingenommen und über das Blutgefäßsystem verteilt.
Immunsuppressiva
Unterdrückung einer starken Reaktion des Immunsystems; Anwendung nur bei mittelschweren bis schweren Verläufe, da auch die Abwehr von Krankheitserregern geschwächt ist.
Biologika
Bindung der chemischen Prozesse in der Zelle; verhindert dadurch stärkeren Ausbruch der Erkrankung.

Phytotherapie

Bei Phytotherapie handelt es sich um eine Therapie, die sich auf den Einsatz von Heilpflanzen stützt. Extrakte von Aloe Vera beispielsweise beruhigen die Haut, spenden ausreichend Feuchtigkeit und wirken zudem antientzündlich.


Phototherapie

Die Phototherapie findet vor allem Anwendung bei großflächigen Hautarealen, die von Psoriasis betroffen sind. Die UV-Strahlung hemmt die Entzündungsreaktionen der Haut und lindert so die Beschwerden der Betroffenen.


Klimatherapie

Sonnenlicht, salzhaltiges Wasser und verschiedene Temperaturen helfen der Haut bei der Regeneration und werden vor allem bei langjährig erkrankten Personen empfohlen.


 

Prävention: Schübe verzögern und vermeiden

Da Schübe teils sehr schmerzhaft sind und eine psychische Belastung darstellen, gilt es, den nächsten Schub möglichst lange hinauszuzögern. Dabei stehen im Zentrum eine sorgfältige und umfassende Hautpflege sowie eine angepasste Ernährung.


Basispflege

Die Haut von Psoriasis-Patienten ist oftmals sehr trocken und neigt zu unangenehmen Rissen. Eine sorgfältige und den Bedürfnissen der Haut angepasste Pflege hilft, die Haut zu regenerieren und schmerzhaften Veränderungen vorzubeugen. Besonders zu empfehlen sind dabei rückfettende und feuchtigkeitsspendende Cremes, Pflegeprodukte die frei von Duft- und Konservierungsstoffen sind und eine Reinigung der Haut mit seifenfreien, pH-neutralen Produkten. Bei der Hautreinigung sollte zudem nicht zu stark mit einem Handtuch oder Waschlappen über die Haut geschrubbt werden, um Reizungen zu verhindern. Auch sollten Betroffene zu heißes Baden oder Duschen vermeiden.

Die Basispflege sollte auf unterschiedliche Begebenheiten ausgerichtet sein:
Im Winter benötigt die Haut beispielsweise eine intensivere Pflege als im Sommer. Die kalten Temperaturen und die niedrige Luftfeuchtigkeit trocknen die Haut zusätzlich aus. Daher sind im Winter eher Salben und im Sommer bevorzugt Cremes anzuwenden. Aber auch die beginnende Pubertät stellt Betroffene vor die Herausforderung, mit einer Behandlung im Gesicht nicht die Poren zu verstopfen und eine Überfettung der Haut zu vermeiden. Mit der Hormonumstellung setzt die Talgdrüsenaktivität ein und kann bei falscher Hautpflege eine schnellere Entstehung von Akne begünstigen.


Psychische Gesundheit

Schuppenflechte beeinflusst auch die mentale Gesundheit negativ. Je nach Schuppenherd ist es eine große Belastung für die Patienten, die in ihrer Lebensqualität teils deutlich eingeschränkt sind. Depressionen sind eine Begleiterscheinung der Psoriasis, weswegen je nach Empfinden der Betroffenen eine Psychotherapie zu empfehlen ist. Mit Hilfe des Therapeuten können Strategien zur Bewältigung der Psoriasis entwickelt werden. Auch unterstützt er bei Stressbewältigung, was aktiv einem neuen Schub entgegenwirkt.


Ein gesunder Lebensstil

Ein relativ einfacher Weg seiner Psoriasis entgegenzuwirken ist ein gesunder Lebensstil. Rauchen fördert Schuppenflechte sowie weitere Erkrankungen, weswegen darauf verzichtet werden sollte. Die Kleidung sollte nicht enganliegend und scheuernd sein, da so neue Schuppenherde entstehen können. Die Nägel sollten sauber und kurz gehalten werden. Sport und Bewegung spielt besonders unter dem Aspekt der potentiellen Begleiterscheinung der Stoffwechselerkrankungen eine wichtige Rolle. Übergewicht wirkt sich negativ auf die Psoriasis aus, weswegen durch ein angemessenes Sportprogramm das Risiko der Begleiterkrankungen vermindert wird und auch einer Psoriasis-Arthritis entgegenwirkt.


Ernährung

Bei vielen Hauterkrankungen spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist Basis für einen gesunden Körper und eine gesunde Haut. Vor allem antientzündliche Lebensmittel sollten dabei berücksichtigt werden. Diese sind vor allem Gemüse, Obst, Fisch, Nüsse und pflanzliche Öle zu finden. Wichtige Inhaltsstoffe sind dabei Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und weitere Mikronährstoffe, wie Vitamin D, Selen und Folsäure.


Dr. med. Christian Greis empfiehlt: Was bei Schuppenflechte wirklich hilft

Der am Universitätsspital Zürich praktizierende Dermatologe Dr. Greis erklärt, was seinen Patienten wirklich geholfen hat.

  1. Die tägliche Anwendung von Feuchtigkeitscreme im Bereich der betroffenen Hautareale ist das A und O. Die Creme sollte wenn möglich 2-3x/T angewendet werden.
  2. Entzündungshemmende Cortison-Cremes sollten richtig dosiert werden – nicht zu lang, nicht zu kurz. Die Dauer der Therapie hängt vom Schweregrad der Erkrankung und der Lokalisation ab. Alternativ zu Cortison-Cremes können sogenannte Cremes mit Calcineurin-Inhibitoren verwendet werden.
  3. Gelegentlich kann die Einnahme von Medikamenten eine Psoriasis auslösen, insbesondere wenn diese Medikamente neu eingenommen werden. Potentiell auslösende Medikamente sollten daher hinterfragt werden.

Das Bild zeigt den Gründer von derma2go und Oberarzt des Universitätsspitals Zürich Dr. med. Christian Greis am Schreibtisch sitzend.

 

 

„Patienten mit Psoriasis sollten regelmässig ihre Fingernägel begutachten. Bei einer Nagel-Mitbeteiligung ist das Auftreten einer sog. Psoriasis-Arthritis (Gelenkbeschwerden) häufiger zu beobachten.“

– Dr. med. Christian Greis

Schuppenflechte: Sonderformen und Begleiterkrankungen

Schuppenflechte ist eine Multisystemerkrankung, weswegen sie mit zahlreichen Begleiterkrankungen einher gehen kann.

 

Sonderformen von Psoriasis


Psoriasis inversa

Psoriasis inversa ist eine Unterform der Psoriasis vulgaris und tritt in Körperfalten und an Stellen auf, an denen die Haut aufeinander reibt. Besonders betroffen sind die Bereiche um das Genital, die Gesäßfalte, Achselhöhlen und bei Frauen die Falte der Unterbrust.


Psoriasis guttata

Unter Psoriasis guttata versteht man die tropfenförmige Psoriasis. Stecknadelgroße Hautveränderungen sind über den ganzen Körper verteilt. Sie geht meist mit einem starken Juckreiz einher. Sie tritt oftmals nach überstandener Mandelentzündung auf und kann in eine Psoriasis vulgaris übergehen.


Psoriasis pustulosa palmoplantaris

Ähnlich der Acne papulopustulosa bilden sich kleine mit Eiter gefüllte Pustel. Das Hautareal ist meist gerötet und sehr schmerzhaft in seiner Ausprägung. Betroffen sind vor allem Handinnenseiten und die Fußsohlen. Oftmals geht ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Psoriasis pustulosa einher.


Psoriasis Erythrodermie

Eine seltene Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis Erythrodermie. Die Haut ist gerötet und verdickt, wodurch sie in ihrer Elastizität geschwächt und starr wird, weswegen sie über den Gelenken einreißen kann. Zusätzlich kann ein allgemeines Krankheitsgefühl eintreten.


Psoriasis punctata

Psoriasis in Größe von Stecknadelköpfen, die meist am Rumpf des Körpers zu finden sind.


 

Begleiterkrankungen von Psoriasis


Herz-Kreislauf-System

Die Hauterkrankung Psoriasis steigert das Risiko für kardiovaskuläre Sterblichkeit wie Herz-Rhythmus-Störungen und Herzinfarkte mit zunehmender Schwere der Erkrankung.


Stoffwechselerkrankungen

Patienten mit Schuppenflechte neigen vermehrt dazu, an Stoffwechselerkrankungen zu leiden. Dazu zählen vor allem Übergewicht, hoher Blutdruck und Diabetes mellitus (erhöhter Blutzucker). Besonders Letzteres kann zu schwerwiegenderen Folgeerkrankungen führen, da die Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion gestört ist.


Entzündliche Darmerkrankungen

Die chronischen Entzündungswerte können Einfluss auf andere organische Erkrankungen nehmen und Darmerkrankungen begünstigen. So leiden vermehrt Psoriasis-Patienten an Morbus Crohn.


Depressionen

Psoriasis stellt für Betroffene eine teils große psychische Belastung dar – besonders wenn die Kopfhaut und das Gesicht betroffen sind. Aber auch die chronische Entzündung verursacht durch die Entzündungsmarker im Blut einen sinkenden Serotoninspiegel, der wiederum Depressionen und suizidale Tendenzen fördert.


Augenentzündungen

Auch das Risiko für entzündliche Veränderung der Augen ist durch Psoriasis erhöht.


Gesteigertes Krebsrisiko

Patienten, die an Schuppenflechte leiden, haben ein erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken. Neben der chronischen Entzündung im Körper, die die Entartung von Zellen begünstigen kann, tragen verschiedene Therapien gegen Psoriasis dazu bei, beispielsweise das Hautkrebsrisiko zu steigern. So haben Studien gezeigt, dass Menschen mit Psoriasis eine um bis zu 24% höhere Chance haben an einem Basalzellkarzinome (= heller Hautkrebs) zu erkranken. Aber auch für Infektionskrankheiten sind Patienten anfälliger, da mit der Einnahme von Immunsuppressiva die Abwehr von Bakterien und Viren unterdrückt wird.