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derma2know: Warzen behandeln

5 Fakten über Hautwarzen

FAQ

Warzen sind meist runde, raue Wucherungen der Haut mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern. Sie können rau oder glatt sein, einige Formen haben zudem schwarze Punkte darin.

Den besten Wirkungsnachweis haben lokal aufgetragene Medikamente und die Kältetherapie.

40% der Warzen verschwinden von selbst innerhalb von 2 Monaten, >60% innerhalb von 2 Jahren. Das Ansprechen auf eine Behandlung ist unterschiedlich.

Gewöhnliche Hautwarzen sind in der Regel ungefährlich, werden jedoch aus verschiedenen Gründen oft als störend empfunden.

Ein Großteil der Warzen verschwindet innerhalb von 2 Jahren von selbst. Da Warzen meist keine Schäden verursachen, entsteht in der Regel kein gesundheitlicher Nachteil, wenn man sie nicht behandelt.

Warzen behandeln: Harmlos oder doch gefährlich?

Das Bild zeigt die Medizinerin S. Bosshart

S. Bosshart

Universitätsspital Zürich

Warzen sind ein schambehaftetes Thema – doch wir kennen sie alle. Tatsächlich gibt es wohl nur sehr wenige Menschen, die noch nie eine Warze hatten. Entsprechend findet man in Büchern, im Internet oder im Kaffeekränzchen verschiedenste, zum Teil wilde Theorien zur besten Therapie. Doch was hilft wirklich? Mehr Informationen zu Warzen, Behandlung und Prävention jetzt mit derma2go.

Definition: Was sind Warzen?

Warzen sind gutartige, das heisst ungefährliche Hauttumoren, die durch Viren ausgelöst werden. Es werden je nach auslösender Virus-Art und Lokalisation der Warze am Körper verschiedene Warzenformen unterschieden.

 

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Warzen sind gutartige Hauttumoren, die durch Viren ausgelöst werden.

Ursachen: Wie entstehen Warzen?

Die gewöhnlichen Hautwarzen, bekannt unter den Namen Dornwarze, Plantarwarze, vulgäre Warze oder gemeine Warze, aber auch der Großteil der Genitalwarzen werden durch das Humane Papillomavirus (abgekürzt HPV) ausgelöst.

Üblicherweise steckt man sich über sogenannte Schmierinfektionen an, das heißt wir berühren eine Warze oder einen Gegenstand (z.B. den Boden), der vorher mit einer Warze in Kontakt gekommen ist. Da wir ständig kleinste Verletzungen der Haut mit uns tragen, ist es für das Virus ein leichtes in die Haut einzudringen. Folglich sind die häufigsten mit Warzen befallenen Regionen die Finger, die Hände und die Fußsohlen (Plantarwarzen).

Durch HPV ausgelöste Warzen treten vor allem bei Kindern auf. Weil man nach einer Infektion eine Immunität gegenüber dem HPV-Typ entwickelt, der die Warze ausgelöst hat, sind Erwachsene seltener betroffen. Da es aber mehrere HPV-Typen gibt, kann man trotz Immunität mehrere Warzen entwickeln. Treten bei Erwachsenen vermehrt Warzen auf, muss der Arzt an zugrunde liegende Krankheiten denken, die das Immunsystem schwächen.

 

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Die gewöhnlichen Hautwarzen entstehen durch eine HPV-Infektion. Die Hautwarzen hinterlassen nach dem Verschwinden eine Immunität gegenüber dem HPV-Typ, der sie verursacht hatte.

HPV-Infektionen im Genitalbereich sind zudem als Geschlechtskrankheit und Auslöser des Gebärmutterhalskrebses bekannt.

Symptome: Wie äußern sich Warzen?

Gewöhnliche Hautwarzen sind runde bis ovale, raue Hautveränderungen von wenigen Millimetern bis einigen Zentimetern Durchmesser, die leicht über das Hautniveau herausragen. Sie können einzeln oder in Gruppen auftreten und verursachen primär keine Schmerzen. Treten sie jedoch an der Fußsohle auf, werden sie beim Gehen durch das Körpergewicht in die Haut reingedrückt, was Schmerzen verursachen kann. Typische Körperstellen, an denen Warzen auftreten können, sind Fingerrücken, Handrücken, Handfläche oder Fußsohle. Selten treten sie auch in der Mundhöhle und an anderen Körperregionen auf.

 

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Warzen sind runde bis ovale, raue Hautveränderungen. Dornwarzen äußern sich bevorzugt am Fuß und können Symptome wie Juckreiz und Druckschmerzen zeigen.

Differentialdiagnose: Sind es wirklich Warzen?

Die Diagnose einer Warze ist häufig nicht schwierig, da es wenige ähnliche Veränderungen gibt, mit denen man sie verwechseln könnte. Eine Art der Differentialdiagnose stellt die Unterscheidung der verursachenden Virus-Typen dar. So muss der Arzt primär die klassische Hautwarze von der Dellwarze unterscheiden. Im höheren Alter sollte bei länger bestehenden Warzen auch an Hautkrebs gedacht werden.

 

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Die Diagnose einer Warze ist einfach. Differentialdiagnostisch muss man neben HPV aber auch an andere Warzen-verursachende Viren denken. Wichtig ist die Identifikation, um welchen Typ der Warze es sich handelt. Die bekanntesten sind Feigwarzen und Dornwarzen, die sich viele Patienten durch den Arzt entfernen lassen.

Prävention und Therapie: Warzen behandeln

Prävention: Warzen vermeiden

Gegen bestimmte HPV-Typen kann man sich impfen lassen. Dieser Impfstoff beinhaltet die häufigsten HPV-Typen, die zu Genitalwarzen und/oder Gebärmutterhalskrebs führen – nicht jedoch die häufigsten Typen, die gewöhnliche Hautwarzen verursachen.

 

Behandlung: Warzen therapieren

Da fast alle Menschen in der Kindheit einmal eine Warze hatten, existieren unzählige medizinische und nicht-medizinische Theorien zur optimalen Therapie einer Warze. Tatsächlich scheint die Fülle an Hausmitteln zu wirken, doch ist das wirklich so?

Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Ein Teil der Antwort gibt vielleicht die Tatsache, dass sich die meisten Warzen innerhalb von 2 Jahren von selbst zurückbilden (42% schon nach 2 Monaten). Die häufige Selbstheilungsrate muss man im Kopf behalten, bevor man zu invasiven Therapien greift.

 

Bildet sich eine Warze nicht, oder nicht schnell genug von selbst zurück, stehen der Medizin noch einige Therapien zur Verfügung:

  • Zerstörung krankhaften Gewebes

    Die einfachste Therapie ist eine Zerstörung des vom Virus befallenen Gewebes, wie zum Beispiel durch chemische Stoffe, mechanisches Abtragen oder durch Kälte.

  • Aktivierung des Immunsystems

    Andere Therapiemethoden versuchen das Immunsystem des Patienten so zu aktivieren, dass es die Warze schneller angreift.

  • Eliminierung des Virus

    Zudem gibt es Ansätze, die das Virus direkt zu eliminieren versuchen. Dies kann beispielsweise über das Einspritzen oder Auftragen eines Mittels erfolgen, das auch zur Chemotherapie verwendet wird.

  • Psychologische Komponenten

    Sowohl Hausmittel als auch medizinische Verfahren setzen zum Teil auch auf psychologische Beeinflussung.

 

Welche Therapie ist die beste?

Da jeder Mensch unterschiedliche Vorstellungen und Bedürfnisse hat, muss die beste Behandlung für jeden Patienten individuell gefunden werden. Die Entscheidung hängt überdies mit der Lokalisation der Warze zusammen. Die Ärzte von derma2go können Sie zur Therapie von Warzen professionell beraten.

 

Wann soll man nun eine Warze therapieren, wann abwarten?

Ein Arzt sollte Warzen dann behandeln, wenn sie den Patienten kosmetisch stark stören, eine Warze Schmerzen verursacht (z.B. an der Fußsohle) oder den Patienten bei bestimmten Tätigkeiten behindern. Auch eine mögliche Ausbreitung der Infektion (z.B. bei Warzen am Fuß) stellt ein Behandlungsgrund dar. Verschwinden Warzen über 2 Jahre lang nicht von selbst, kann ebenfalls eine medizinische Therapie in Betracht gezogen werden.

 

Dr. med. Christian Greis empfiehlt: Das hilft bei Warzen wirklich

Der am Universitätsspital Zürich praktizierende Dermatologe Dr. Greis erklärt, was seinen Patienten wirklich geholfen hat.

  1. Es stehen verschiedene, wirksame Ansätze zur Therapie von Warzen zur Verfügung.
  2. Insbesondere bei Kindern sollten nicht-schmerzhafte Anwendung bevorzugt verwendet werden.
  3. Neben der eigentlichen Therapie ist die Verhinderung von Ansteckungen (z.B. durch das Tragen von Schuhen) essenziell.

Das Bild zeigt den Gründer von derma2go und Oberarzt des Universitätsspitals Zürich Dr. med. Christian Greis am Schreibtisch sitzend.

 

„Die Therapie von herkömmlichen Warzen kann oft langwierig sein. Der Aufwand sollte immer gegen die Möglichkeit einer spontanen Heilung abgewogen werden.“

-Dr. med. Christian Greis

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